Armut endet mit 6?!
In der öffentlichen Wahrnehmung ist Armut als Thema im Blick auf Familien oder Kinder aktuell. Dabei werden die besonderen Problemlagen von Jugendlichen oder jungen Erwachsenen übersehen, die auch in besonderer Weise an Ausgrenzungen aufgrund finanzieller Notlagen leiden. Armut endet nicht mit sechs Jahren, sondern gerade auch für Jugendliche ist es ein Problem unter dem Stichwort: „Wer kann sich was leisten und dies auch zeigen?“ Die Diskussion über Kinderarmut drängt die Armut bei Jugendlichen an den Rand. 1,2 Millionen Jugendliche im Alter von 14 bis 23 Jahren leben in der Bundesrepublik in Armut und erhalten staatliche Transferleistungen. In Niedersachsen sind 200.000 Kinder bis 14 Jahre auf Hartz IV angewiesen. Kosten entstehen nicht nur im Schulalltag (Bildung kostet! Klassenfahrten haben einen Eigenbeitrag. Verbrauchsmaterialien und Schulbücher stellen einen kontinuierlichen Kostenfaktor dar.), sondern auch im Freizeitbereich wo Teilhabe auch durch finanzielle Möglichkeiten stattfinden kann oder unmöglich wird. Die Armutsentwicklung mit ihren Konsequenzen hat entsprechende Bedeutung für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Dabei geht es zunächst darum die Wahrnehmung der Realität zu schärfen.
Die Evangelische Jugend im Sprengel Osnabrück sucht deshalb Jugendliche, die im Schuljahr 2009/2010 zur Schule gehen (oder Eltern von schulpflichtigen Kindern) und ein Schulkostentagebuch führen. Wer sich anmeldet, erhält ein Tagebuch oder einen online- Zugang, in dem alle Ausgaben eingetragen werden, die mit der Schule zusammen hängen – vom Radiergummi über den Taschenrechner bis zur Klassenfahrt.
Bei Intresse schreiben Sie bitte eine Mail an: anke.meckfessel@kirchenkreis-georgsmarienhuette.de
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